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Apple drauf, Wurm drin: Computerladen in China gefälscht

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Apple drauf, Wurm drin: Computerladen in China gefälscht

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“Es gibt unglaubliche Möglichkeiten für Apple dort,” sagte der amtierende Apple-Chef Tim Cook über den Markt in China, “wir kratzen nur an der Oberfläche.”

Aber wehe, jemand schabt doch ein bisschen weiter – dann ist der Lack gleich ganz ab.

In China ist ein komplett gefälschter Apple-Laden aufgeflogen. In Kunming im Südwesten der Volksrepublik entdeckte eine US-Amerikanerin einen Laden, den sie in ihrem Blog als “Birdabroad” “eine schöne Abzocke” nannte.

Laden-Aufseher Mr. Rao:

“Dass wir eine Fälschung sind, kann man nicht so ganz sagen – wir verkaufen echte Apple-Produkte. Ob wir von Apple authorisiert sind, weiß ich nicht. Das weiß nur der Boss.”

Vom I-Pad bis zum T-Shirt der Angestellten – alles war perfekt. Oder fast. “Birdabroad” erkannte die Trickserei nur am stümperhaften Bauzustand: Die Treppen seien irgendwie armselig gewesen, die Wände nicht ordentlich gestrichen.

James Roy, China Market Research:

“Das kann Schaden anrichten, besonders wenn die Leute den Unterschied zwischen echt und falsch nicht erkennen können. Das kann die Marke beschädigen.”

Auf der Unternehmensseite von Apple werden vier Apple Stores in China aufgelistet – zwei in Peking und zwei in Shanghai. Daneben hat Apple rund tausend Einzelhändlern erlaubt, die Originale mit dem angebissenen Apfel im Logo zu verkaufen.

Nach ihrem ersten Fund machte sich “Birdabroad” auf die Suche – zu Fuss. Und fand gleich noch zwei “Apple Stores” in Kunming.

Viele chinesische Blogger sind entsetzt über den laxen Umgang mit geistigem Eigentum in ihrem Land. Andere wiederum schreiben, dass Apple es verdiene, kopiert zu werden – die Produkte seien viel zu teuer und sowieso in China hergestellt.

Die Jagd auf die falschen Apfel-Läden ist los. Blogger meldeten weitere Treffer in China, aber auch in Costa Rica, Vietnam und Kolumbien.