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Nervenkrieg um US-Schuldenkrise

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Nervenkrieg um US-Schuldenkrise

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Zehn Tage vor dem drohenden Staatsbankrott wird der Ton in den Marathonverhandlungen über die strittige US-Schuldengrenze immer gereizter.

Wegen eines Streits um höhere Steuern haben die Republikaner zuletzt die Verhandlungen mit dem Weißen Haus platzen lassen. Präsident Barack Obama zeigte sich enttäuscht und verärgert.

Die USA seien ihren Zahlungen stets nachgekommen, sagte er, und würden das auch weiter tun. Dazu müssten aber auch die reichsten Amerikaner und die größten Konzerne ihren Beitrag leisten.

Der starke Mann der Republikaner, der Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner, sagte ein Treffen am Samstag zu. Es gebe weder öffentlich noch privat eine Vereinbarung, sagte er. Das Wochenende in der US-Hauptstadt dürfte “heiß” werden.

Die Uhr tickt: Ohne Einigung über eine höhere Schuldenobergrenze von bisher zehn Billionen Euro bis zum 2. August droht der größten Volkswirtschaft der Welt ein zahlungsunfähiger Staat.

Vor allem unter Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush war die US-Staatsverschuldung seit dem Jahr 2000 um das 14-Fache gestiegen.