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"Norwegen gilt als Land ohne Einwanderungsproblem. Das wird sich ändern"

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"Norwegen gilt als Land ohne Einwanderungsproblem. Das wird sich ändern"

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Das vormals idyllische Norwegen hat sich binnen weniger Stunden verändert. Der Doppelanschlag scheint der Beginn einer düsteren Ära zu sein. Euronews sprach mit Mariano Aguirre, dem Direktor des Friedenszentrums Noref in Oslo.

Mariano Aguirre:

“In den nordischen Ländern, also in Skandinavien, aber auch in Frankreich wächst die Ausländer- und Islamfeindlichkeit. Man sollte die Tat in diesen Kontext einordnen.

Der Anschlag ist eine klare politische Botschaft an die Arbeiterpartei und Stoltenbergs Regierung. Der Attentäter und seine Komplizen, falls er welche hatte, sind der Meinung, dass die Arbeiterpartei in Immigrations- und Islamfragen zu nachgiebig ist.

Die norwegische Politik und insbesondere der Kurs dieser Regierung ist verglichen mit der Politik anderer europäischer Länder sehr großzügig.

Norwegen hat den Ruf, kein Einwanderungsproblem zu haben. Doch ich denke, das wird sich jetzt ändern. Es wird eine große Debatte über die Einwanderungsfrage geben.

Wahrscheinlich werden die Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzen, in den Flughäfen und in der ganzen Gesellschaft verschärft werden.”