Eilmeldung

Eilmeldung

Spartanische Zeiten für die Hellenen

Sie lesen gerade:

Spartanische Zeiten für die Hellenen

Schriftgrösse Aa Aa

Die Euroländer geben Geld für Griechenland: nach dem ersten Rettungspaket über 110 Milliarden Euro werden jetzt im zweiten nochmal 109 Milliarden zur Verfügung gestellt. Dabei verzichten die privaten Gläubiger Griechenlands freiwillig auf einen Teil ihrer Forderungen – ein Anliegen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Spartanischer denken – appellierte Finanzminister Evangelos Venizelos an seine Landsleute: “Auch wenn wir jetzt noch ein Rettungspaket bekommen, müssen wir uns selbst weiter am Riemen reißen.”

Für viele an den Finanzmärkten kommt der Forderungsverzicht der Privaten einem Zahlungsausfall gleich. Die Ratingagentur Fitch will deshalb griechische Staatsanleihen vorübergehend weiter herabstufen – die Märkte reagierten weitgehend abgeklärt auf das Hilfspaket.

Die Griechen eher nicht.

Eine Frau in Athen:

“Die Krise wird viel länger dauern als gedacht. Wir werden lange, lange Jahre Probleme haben.”

Vor allem die nördlichen Euroländer lehnen eine Transferunion ab, also ein Europa mit Finanzausgleich, wie es ihn zwischen reicheren und ärmeren deutschen Bundesländern gibt.

Einer gemeinsamen Haftung kommt man mit abgesenkten Zinsen und verlängerten Kredit-Laufzeiten von bis zu 30 Jahren ziemlich nahe.