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Stoltenberg: "Niemand wird uns gewaltsam zum Schweigen bringen"

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Stoltenberg: "Niemand wird uns gewaltsam zum Schweigen bringen"

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Der norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg hat den Zusammenhalt im Land beschworen. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Justizminister Knut Storberget zeigte sich der Ministerpräsident erschüttert. Viele seien gestorben, sagte er, viele seien verletzt, das ganze Land sei entsetzt von dem Bösen, das so plötzlich aufgetaucht sei. Aber Norwegen müsse in dieser Zeit der Krise zusammenhalten, die Toten beweinen, die Verwundeten trösten und mit den Angehörigen mitfühlen. Norwegen sei eine kleine, aber stolze Nation und niemand werde das Land gewaltsam zum Schweigen bringen.

Die Menschen in Oslo stehen noch immer unter Schock. “Es ist fürchterlich”, meint eine Frau, “wir kennen die Hintergründe nicht und niemand kann uns derzeit Antworten auf unsere Fragen geben.” Ein Mann zeigte sich ebenfalls erschüttert: “Es ist entsetzlich, ich bin noch immer sprachlos, man erwartet einfach nicht, dass so etwas in Oslo geschieht.” Tatsächlich blieb Norwegen bislang vom Terror verschont. Das Land sah sich als besonders friedliche Nation – immerhin wird auch der Friedensnobelpreis alljährlich in Oslo vergeben. Nach diesen Bildern allerdings ist es mit dieser Ruhe nun wohl vorbei.