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Norwegen, 22/7

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Norwegen, 22/7

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Möglich, dass sich dieser 22. Juli 2011 ins kollektve Gedächtnis einbrennt wie 9/11, als das World Trade Center in New York zu Fall gebracht wurde. Am 22. Juli griff ein christlich-rassistischer Fanatiker in Norwegen zu Sprengstoff und Waffe und löschte bis zu 98 Menschenleben aus.

Ministerpräsident Jens Stoltenberg sieht darin einen ernsten Angriff auf Norwegens Gesellschaft und ihre Werte.

Jens Stoltenberg:

“Ich kann den Menschen berichten von der starken Solidarität, den Beileidsbekundungen aus der ganzen Welt. Das hilft ihnen sehr, dass es rund um den Globus Leute gibt, die diese Jugendlichen im Feriencamp der Arbeiterjugend unterstützen, die da angegriffen wurden.”

Am Freitag war erst im Osloer Regierungsviertel eine Bombe explodiert, dann richtete der als Polizist verkleidete geständige Täter auf der Ferieninsel Utøya ein Massaker an. 90 Minuten lang – so lang ist ein Fußballspiel – jagte der Fanatiker Jugendliche über das nur 500 Meter breite Inselchen – ein Boot des Feriencamps hatte ihn übergesetzt.

Nach möglichen Mittätern oder Unterstützern wird gesucht.

“Er sah aus, als käme er direkt aus einem Film,” sagt Adrian Pracon, einer der Überlebenden der 90 Minuten dauernden Schießerei auf Wehrlose, “aus einem Film über Nazis.”