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USA: Tauziehen im Schuldenstreit geht weiter

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USA: Tauziehen im Schuldenstreit geht weiter

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Im Streit um eine Erhöhung der Schuldengrenze läuft den USA die Zeit davon. Bei den Gesprächen am Wochenende konnte Präsident Barack Obama wieder keine Einigung mit den Republikanern erreichen – und das Klima scheint vergiftet: Die Republikaner, unter ihnen John Boehner, verließen die Runde; nun wollen beide Seiten ihre Pläne separat ausarbeiten.

US-Außenministerin Hillary Clinton versucht unterdessen, die immer nervöseren Märkte zu beruhigen. Sie sei zuversichtlich, dass der Kongress das Richtige tun werde, sagte sie bei einem Besuch in Hongkong, dass es eine Einigung über die Schuldengrenze geben werde und dass die nötigen Schritte ergriffen würden, um den langfristigen Finanzausblick zu verbessern.

Bis 2. August muss die Schuldenobergrenze von derzeit rund 10 Billionen Euro angehoben werden, andernfalls wären die USA zahlungsunfähig. Ratingagenturen drohten dem Land mehrmals mit dem Entzug der Bestnote – mit unabsehbaren Folgen für die Finanzwelt. In dem Streit geht es vor allem um Wahltaktik: Die Demokraten wollen die Schuldengrenze langfristig anheben, die Republikaner wollen eine schrittweise Erhöhung, um das Thema nächstes Jahr im Wahlkampf wieder auf den Tisch bringen zu können.