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FAO: Mehr als 2,2 Millionen Somalier warten auf Hilfsgüter

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FAO: Mehr als 2,2 Millionen Somalier warten auf Hilfsgüter

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Sie sind auf der Flucht vor dem Hunger. Eine weitere Gruppe von Somaliern hat die Hauptstadt Mogadischu erreicht. Die Menschen kommen aus allen Teilen des Landes. Etwa 40.000 Flüchtlinge gelangten allein seit Anfang des Monats in die Hauptstadt, auf der Suche nach Trinkwasser und Nahrung.

Unter ihnen ist auch Ibrahim Abdiyow. “Wir haben Hunger, wir haben Durst,” erklärt er. “Einige Kinder starben auf dem Weg hier hin, wir mussten sie im Straßengraben zurück lassen.”

Doch die Kapazitäten in den Auffanglagern sind ausgeschöpft. Nur ein Viertel der Menschen dort kann versorgt werden. Für die Mehrheit heißt es: Warten. Manche von ihnen plündern.

Eine Mutter versucht, ihr Baby zu versorgen. Sie sagt: “Wir leiden. Ich habe hier zwei Kinder verloren, die drei, die überlebt haben, sind krank. Uns bleibt nichts zum Leben, kaum jemand hilft uns.”

Ein Hilferuf, dem sich die Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen anschließt. Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika wird als schlimmste der letzten 60 Jahre eingestuft.

Mehr als 2,2 Millionen Menschen in Somalia haben laut FAO keinen direkten Zugang zu Hilfsgütern. Hintergrund sind die politischen Unruhen, die Teile Somalias fest im Griff haben. Die Al Shabab-Rebellen verboten Hilfsorganisationen jeglichen Zugang in die von ihnen kontrollierten Gebiete.