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Justitzminister verteidigt Osloer Polizei

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Justitzminister verteidigt Osloer Polizei

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Norwegens Justizminister Knut Storberget hat am Dienstag die Polizei gegen Vorwürfe verteidigt, sie sei zu spät auf der Insel Utøya eingetroffen. “Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um der Osloer Polizei für ihre fantastische Arbeit zu danken. Es ist wichtig, dass wir offen und kritisch an Fragen herangehen. Aber für alles gibt es seine Zeit. Es ist eine schwierige Lektion”, sagte Storberget nach einem Gespräch mit der osloer Polizeiführung.

Der Anschlag hat vielfältige Spuren hinterlassen. Helene Gunderson fürchtet sich, die ersten beiden Stunden alleine in ihrem Geschäft zu verbringen: “Heute habe ich Angst. Ich freue mich nicht darauf. Aber ich werde es durchstehen. Er wird mein Leben nicht beherrschen. Ich habe etwas Angst, ich arbeite nahe der Regierungsgebäude. Ich höre noch immer die Explosion”, erzählt Gunderson.

“Ich glaube nicht, dass es eine Strafe gibt, die der Brutalität und dem Bösen entspricht. Wir haben Gesetze und es sind die Gerichte, die über eine Strafe entscheiden”, findet Arno Rasmussen.

Kronprinz Haakon hatte gestern abend beim “Rosenzug” die Norweger aufgefordert, mit Zusammenhalt, Nähe und Liebe auf die Anschläge zu reagieren. Man könne das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber man könne sich entscheiden, was es aus der Gesellschaft und dem Einzelne mache. Man könne sich dafür entscheiden, zusammenzustehen.