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Norwegische Polizei: Täter hat wahrscheinlich alleine gehandelt

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Norwegische Polizei: Täter hat wahrscheinlich alleine gehandelt

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Anders Behring Breivik hat wahrscheinlich alleine gehandelt, davon geht die norwegische Polizei aus.

Die Aussagen des mutmaßlichen Täters vor Gericht, es gebe noch zwei weitere operative Einheiten, stuft die Polizei als unglaubwürdig ein. Die Untersuchungen werden aber fortgesetzt.

“Wir haben keine konkreten Verdächtigen, aber wir bleiben natürlich dran. Wir untersuchen jegliche Aspekte. Ob es wirklich jemanden gibt, wissen wir noch nicht. Aber das wird ein wichtiger Teil der Ermittlungen sein”, sagte der Polizeichef von Oslo.

Als Antwort auf die Gewalt zeigen die Norweger ihren Zusammenhalt durch Märsche im ganzen Land. Riesige Menschenmengen versammelten sich vor dem Osloer Rathaus. Der sozialdemokratische Regierungschef Jens Stoltenberg ruft dazu auf die “Geborgenheit zurückzuerobern”.

“Es ist einfach zuviel, es ist so schlimm. Aber es ist schön zu sehen, dass soviele Menschen kommen und ihre Anteilnahme zeigen”, so ein Teilnehmer.

Auch Kronprinzessin Mette-Marit nahm an der Gedenkfeier teil. Unter den Opfern des Massakers von Utoya ist ihr Stiefbruder Trond Berntsen. Der Polizist arbeitete als privater Wachmann für das Jugendcamp. Der 51-Jährige starb beim Versuch, seinen zehnjährigen Sohn vor dem Mörder zu schützen.

Der Trauermarsch für die 76 Toten war eine der größten Kundgebungen in Norwegen seit dem zweiten Weltkrieg.