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Finanzspritze für Rebellen in Bengasi

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Finanzspritze für Rebellen in Bengasi

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Nach Dutzenden Regierungen weltweit hat auch Großbritannien den Nationalen Übergangsrat als legitime Vertretung Libyens anerkannt. Der britische Außenminister William Hague kündigte an, eingefrorene Gelder einer libyschen Ölfirma für die Aufständischen freizumachen.

Durch seine Handlungen habe der Nationale Übergangsrat bewiesen, er wolle ein offeneres und demokratisches Libyen schaffen, an dem er auch mit Hilfe eines politischen Prozesses arbeite, erklärte Hague.

Vor Ort konnten die Rebellen trotz viermonatiger Luftangriffe kaum näher an die Hauptstadt Tripolis heranrücken.

Zudem sorgen Fernsehbilder von Anhängern des Machthabers Gaddafi im Westen für Verärgerung: Zu sehen ist auch ein in Schottland verurteilter libyscher Lockerbie-Terrorist. “Das Erscheinen von Herrn al-Megrahi im Fernsehen ist ein weiterer Beweis, dass seine Freilassung ein großer Fehler war” bedauerte Hague in London. “In der Opposition damals waren der Premierminister und ich mit den schottischen Ministern überhaupt nicht der gleichen Meinung.”

Nach dem Anschlag auf ein amerikanisches Flugzeug über Schottland war Al-Megrahi 2001 zu 27 Jahren Haft verurteilt worden. Große Kritik wurde vor zwei Jahren laut, als er wegen einer Krebserkrankung nach acht Jahren im Gefängnis begnadigt wurde.