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Hungersnot: UNO schickt Hilfe nach Somalia

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Hungersnot: UNO schickt Hilfe nach Somalia

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In Somalia hungern mehr als 3,7 Millionen Menschen, während in einem Lagerhaus im Hafen von Mogadischu Tonnen an Nahrung nur darauf warten, verteilt zu werden. Dänische Reporter haben das Lager entdeckt.

Es wäre Aufgabe der Interimsregierung die Verteilung der Güter zu koordinieren, doch die Herrschaft über Somalia ist ihr entglitten. Sogar in Teilen Mogadischus hat die Regierung nicht mehr das Sagen.

Die Nahrung wird also seit drei Monaten hier gelagert. Der Verwalter wartet auf die Absichtserklärung, also auf den Befehl der Vereinten Nationen, die Nahrung zu verteilen. Auf die Frage, warum dieser Befehl noch nicht gegeben wurde, hat der Lagerverwalter keine Antwort.

Mit einer Luftbrücke will die UN in den nächsten Tagen weitere 14 Tonnen energiereiche Nahrung nach Mogadischu bringen. Die Verteilung sollen Nichtregierungsorganisationen übernehmen.

Ob die Hilfe bei den Menschen in Somalia ankommt ist fraglich. Denn die radikalislamische Schabab-Miliz, die den Süden des Lands kontrolliert, hat Widerstand gegen die internationalen Hilfslieferungen angekündigt.

Es ist die schlimmste Hungerkatastrophe seit sechzig Jahren, besonders betroffen sind die Kinder, mehr als die Hälfte ist akut unterernährt.