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Kosovo/Serbien: Spezialpolizei weg, Spannungen bleiben

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Kosovo/Serbien: Spezialpolizei weg, Spannungen bleiben

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Die Spezialeinheiten der Kosovo-Polizei an zwei Grenzübergängen zu Serbien sind zwar abgezogen. Die Spannungen in der ehemaligen serbischen Provinz bleiben. Angehörige der serbischen Minderheit beschossen einen Hubschrauber der Schutztruppe Kfor. Mit Straßenblockaden

wollen sie erzwingen, dass die Kosovo-Regierung die Kontrolle der beiden Grenzpunkte wieder an serbische Beamte und an die EU-Rechtsschutzmission (Eulex) abgibt.

Seit dem Kosovokrieg Ende der 1990er Jahre hängen die knapp zwei Millionen Kosovaren

völkerrechtlich in der Luft – einerseits von vielen Staaten als unabhängig anerkannt, wird der Staat von der UN als Teil Serbiens betrachtet.

2008 hatte das Parlament die Unabhängigkeit von Serbien proklamiert. Gut ein Drittel der UN-Mitgliedstaaten erkennen die Republik Kosovo als unabhängig an.

Was als Zollkrieg zwischen den Nachfolgestaaten Jugoslawiens – Serbien und Kosovo – begann, hat einen Polizisten das Leben gekostet.

Er war am Dienstag während des Einsatzes der kosovarischen Spezialeinheit bei Zusammenstößen mit Angehörigen der serbischen Minderheit verletzt worden.

Die Vorgeschichte: Serbien hatte den Import von Waren aus dem Kosovo verboten, weil es die Zollstempel dieses Landes nicht anerkennt. Pristina hatte im Gegenzug ein Importverbot für serbische Güter verhängt. Weil die beiden umstrittenen Grenzübergänge von Serben kontrolliert wurden, war dieses Importverbot hier nicht eingehalten worden. Mit der Übernahme der Grenzübergänge wollte die Regierung in Pristina es durchsetzen.

Die EU kritisierte die kosovarische Aktion als “nicht hilfreich”.

Viele Serben im Kosovo sind nervös, seit der Staat Serbien zielsicher in die EU strebt.

su