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Kubas Regierung ruft bei Reformen zu Geduld auf

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Kubas Regierung ruft bei Reformen zu Geduld auf

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Reformen ja, aber alles zu seiner Zeit. Mit diesen Worten hat die kubanische Regierung zum Jahrestag der Revolution Bilanz gezogen. Die Ansprache des Vizepräsidenten José Ramón Machado Ventura war die erste öffentliche, seit das Parlament im Frühjahr die Reformen für eine marktorientierte Wirtschaft abgesegnet hatte. Machado Ventura erklärte, “wir sprechen Klartext: Die Menschen können versichert sein, dass wir unser Ziel zwar ohne Eile, aber auch ohne Unterbrechungen weiter verfolgen.”

Die Menschen versprechen sich davon größere persönliche Freiheiten. Zum ersten Mal seit 50 Jahren könnten sie dann Häuser und Autos frei kaufen und verkaufen… Doch die langjährige Schattenwirtschaft ist nur schwer abzuschütteln.

Er habe zwar das Geld, so der Klempner Tomas David Rojas, aber er habe bisher noch nichts kaufen können. Es spiele sich weiter vieles “unter dem Ladentisch ab”. Wenn die Behörden das erführen, dann würden sie das Haus beschlagnahmen, dann verliere man alles. Das passiere heutzutage immer noch – Kaufen und Verkaufen im Verborgenen.

Nach Willen der Regierung soll die Korruption durch die Reformen besser bekämpft werden. Die Öffnung des Immobilienmarktes könnte auch für frisches Geld aus dem Ausland sorgen, so wird spekuliert, damit sich die Angehörigen Eigenheime leisten können.