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Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet

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Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet

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Und wieder ruft der grüne Hügel. Bayreuth feiert seine 100. Wagner-Festspiele. Die Prominenz aus Politik und Showgeschäft erschien geschlossen, von Gloria von Thurn und Taxis, über Maria Furtwängler bis zur Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zum Auftakt stand die Neuinszenierung von Richard Wagners Tannhäuser auf dem Programm. Regie führte der Bayreuth-Neuling Sebastian Baumgarten. Eine eigenwillige, moderne, abstrakte Umsetzung war angekündigt. Die beim Premierenpublikum gnadenlos durchfiel. Nach der fünfeinhalb Stunden dauernden Aufführung hagelte es Buh-Rufe und harsche Kritik.

Für eine andere, historische Premiere in Bayreuth sorgten das Israel Chamber Orchestra und sein Dirigent Roberto Paternostro. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg spielten israelische Musiker in Deutschland ein Werk von Richard Wagner.

Wagner und Bayreuth wecken in Israel noch immer Erinnerungen an Nationalsozialismus und Holocaust. Das Konzert sei ein Zeichen der Annäherung und der Toleranz, betonte Paternostro. “Wir sind Musiker, keine Politiker, und wir verstehen das als einen musikalischen Brückenschlag.”