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Atomwaffentests: Britische Veteranen können auf Schadenersatz klagen

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Atomwaffentests: Britische Veteranen können auf Schadenersatz klagen

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Haben britische Soldaten bei Atomwaffentests in den 50er Jahren schwere gesundheitliche Schäden erlitten? Mit dieser Frage wird sich bald die Justiz auseinandersetzen müssen: Denn der britische Supreme Court hat entschieden, dass rund 1000 Veteranen für Schadenersatzzahlungen vor Gericht ziehen dürfen. Allerdings wies der Richter darauf hin, dass es für die Kläger ein langer Weg werde. Ihr Anwalt Neil Sampson ist dennoch zuversichtlich. “Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf der Veteranen um Gerechtigkeit”, meinte er, “auch wenn es natürlich nicht das Ende des Weges ist. Wir sind froh über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs und hoffen auf eine baldige Anhörung, aber leider kann es noch ein Jahr dauern, bis der Supreme Court eine solche Anhörung ansetzen kann.”

Veteran David Harman ist hoffnungsvoll. “Würde einer derjenigen, die die Entscheidungen treffen, auf eine solche Insel gehen oder seine Kinder dorthin schicken?”, fragt er und gibt die Antwort gleich selbst: “Ich denke nicht.” Die Tests fanden unter anderem in Australien und im Pazifik statt. Die Veteranen argumentieren, sie würden bis heute unter den Folgen der radioaktiven Strahlung leiden. Allerdings ist es schwierig, einen Zusammenhang zwischen Krankheiten wie Krebs und den Atomtests nachzuweisen.