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Britische Kommission soll Abhörskandal durchleuchten

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Britische Kommission soll Abhörskandal durchleuchten

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Im Abhörskandal um die britische Zeitung “News of the World” soll eine Untersuchungskommission im Auftrag der Regierung die Fakten klären.

Vor allem um “Kultur, Praktiken und Ethik der Presse” werde man sich kümmern, sagte der leitende Richter Brian Leveson bei der ersten Sitzung. Die ersten Anhörungen sind für September geplant, in einem Jahr soll der Untersuchungsbericht vorliegen.

Anfang Juli war herausgekommen, dass Journalisten der inzwischen eingestellten News of the World vermutlich 4000 mehr oder weniger Prominente abgehört und Polizisten bestochen hatten. Um an brisante Informationen zu kommen, wurden Mobiltelefon-Mailboxen der Angehörigen von getöteten Soldaten und eines entführten Mädchens geknackt.

Rupert Murdoch kontrolliert gut ein Drittel des britischen Zeitungsmarktes. Premierminister David Cameron musste und muss enge Beziehungen zur Murdoch-Presse erklären – in nur 15 Monaten Regierungszeit haben sich Regierungsmitglieder offenbar Dutzende Mal mit Top-Managern aus dem Konzern getroffen.

Murdochs Ziel: Er will die 61 Prozent an der Senderkette BSkyB übernehmen, die ihm noch nicht gehören.

Unbekannte haben im Internet die Enthüllungsplattform – murdochleaks.org -eingerichtet.