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Fall Strauss-Kahn: "Ich weine jeden Tag", sagt Nafissatou Diallo

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Fall Strauss-Kahn: "Ich weine jeden Tag", sagt Nafissatou Diallo

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“Ich weine jeden Tag”, sagte Nafissatou Diallo in New York, “wir können nicht schlafen.” Diallo ist das Zimmermädchen aus dem New Yorker Sofitel, dessen Weg sich am 14. Mai mit dem von Dominique Strauss-Kahn kreuzte.

Was dann im Hotelzimmer passierte, führte zu seiner Festnahme und einer Anklage wegen versuchter Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Freiheitsberaubung und zu Strauss-Kahns Rücktritt als Chef des Internationalen Währungsfonds.

Nafissatou Diallo:

“Eines Tages kam meine Tochter und sagte: ‘Mama, hör auf zu weinen, versprich mir das bitte. Denk daran, der ist ein mächtiger Mann, das weiß jeder. Dich kennen nur die Menschen, mit denen du arbeitest, unsere Nachbarn oder die Menschen in deiner Heimat. Diese Leute sagen gute Dinge über dich, weil sie dich kennen,” so Diallo auf der Veranstaltung des United African Congress, einer US-Organistation für Afro-Amerikaner.

Zu dem Vorfall äußerte sich Diallo nicht – sie wolle sich sich bei allen bedanken, die sie unterstützt hätten.

Sie verwahrte sich gegen jeden Versuch von Rufmord – Strauss-Kahns Verteidigung hatte versucht, ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern.

So soll Diallo einen inhaftierten Freund angerufen haben, dabei soll in ihrer westafrikanischen Muttersprache der Satz gefallen sein:

“Der Kerl hat viel Geld, ich weiß, was ich tun werde.”

Die Übersetzung des Gesprächs in ihrer westafrikanischen Heimatsprache sei nicht korrekt, so ihr Anwalt.

Strauss-Kahn ist unter Auflagen auf freiem Fuss. Seine Anwälte wollen eine Einstellung des Verfahrens erreichen. Die Staatsanwaltschaft erklärte nach einem langen Gespräch mit der Frau, die Anklage aufrecht erhalten zu wollen. Der nächste Gerichtstermin ist für den 23. August angesetzt.