Eilmeldung

Eilmeldung

Kosovo-Serben fackeln Grenzposten ab - KFOR sieht "Lage unter Kontrolle"

Sie lesen gerade:

Kosovo-Serben fackeln Grenzposten ab - KFOR sieht "Lage unter Kontrolle"

Schriftgrösse Aa Aa

Nach tagelangen Auseinandersetzungen um zwei Grenzübergänge ist im Norden Kosovos die Gewalt eskaliert. Angehörige der serbischen Minderheit steckten den umkämpften Grenzübergang Jarinje zur Nachbarrepublik Serbien in Brand. Etwa 50 maskierte Angreifer verwüsteten den Grenzpunkt, der zwei Tage lang von der Kosovo-Regierung kontrolliert orden war.

Nun ist er verlassen. Die serbischen Posten sind weg, die ihn seit der Unabhängigkeit des Kosovo vor drei Jahren zusammen mit der EU-Rechtsschutzmission (Eulex) kontrollierten, weil schon damals serbische Kosovaren aus Protest Feuer gelegt hatte.

Auch die Spezialeinheiten der Kosovo-Polizei sind abgezogen, die ein Einfuhrverbot für serbische Importware absichern sollten, was die Unruhen ausgelöst hatte. Dabei war ein Polizist umgekommen.

Viele ethnische Serben, im Kosovo eine kleine Minderheit, sind nervös, seit der Staat Serbien zielsicher in die EU strebt.

Und wo ist die KFOR ?

Die internationale Schutztruppe, seit drei Jahren mit 6,300 Mann unter NATO-Führung vor Ort, um “Frieden und Sicherheit in der Region zu gewährleisten”, habe starke Einheiten in die Nähe des Grenzübergangs verlegt, um eine Ausweitung der Gewalt zu verhindern. die Lage sei unter Kontrolle, meint ihr Oberbefehlshaber, der deutsche General Erhard Bühler.

Die EU kritisierte die kosovarische Aktion als “nicht hilfreich”. Für Kosovos Regierungschef Hashim Thaci steckt die serbische Regierung in Belgrad hinter den gewaltsamen Ausschreitungen am Grenzübergang Jarinje.

Seit dem Kosovokrieg Ende der 1990er Jahre hängen die knapp zwei Millionen Kosovaren völkerrechtlich in der Luft – einerseits von vielen Staaten als unabhängig anerkannt, wird der Staat von der UN als Teil Serbiens betrachtet.