Eilmeldung

Eilmeldung

Letzte Ehre für Opfer von chinesischem Zugunglück

Sie lesen gerade:

Letzte Ehre für Opfer von chinesischem Zugunglück

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Zugunglück in China hat Ministerpräsident Wen Jiabao den Unfallort in Shuangyu besucht. Auf der Beerdigung kündigte er transparente Ermittlungen an. An der offiziellen Version, ein beschädigtes Bahnsignal habe den Unfall verursacht, gibt es in der Bevölkerung immer größere Zweifel. Beim sich rasant entwickelnden Hochgeschwindigkeitssystem ist nach Meinung vieler die Sicherheit zu kurz gekommen. Den Verantwortlichen drohte Wen Jiabao hohe Strafen an: “Sollten die Ermittlungen aufdecken, dass es Korruption gegeben hat, dann werden die Vorwürfe sehr genau verfolgt. Die Verantwortlichen müssen dann mit den höchsten Strafen rechnen. Das sind wir den Opfern schuldig.”

Der Ministerpräsident forderte das Eisenbahnministerium auf, den Angehörigen der Opfer ehrliche Antworten zu geben. Jin Xiannai verlor beim Unglück mehrere Familienmitglieder. Sie will wissen: “Erstens: Wie lautet die Unfallursache? Zweitens: Wurde wirklich alles getan, um die Leben zu retten? Drittens: Die Entschädigung. 99 Prozent von uns sind noch nicht ausreichend entschädigt worden.”

Am Samstag war ein Hochgeschwindigkeitszug mit 180 Stundenkilometern auf einen anderen Zug aufgefahren. 39 Menschen kamen ums Leben, 192 weitere wurden verletzt.