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Luftbrücke für Somalia gestartet

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Luftbrücke für Somalia gestartet

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Mit langer Verzögerung ist die Luftbrücke für die hungernden Menschen am Horn von Afrika gestartet worden. Am Mittwoch traf ein erstes Flugzeug der Vereinten Nationen mit zehn Tonnen Hilfsgütern in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ein. Mit der Spezialnahrung für unterernährte Kinder können nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen 3.500 Kinder einen Monat lang versorgt werden.

In der Hauptstadt Mogadischu können die internationalen Hilfsorganisationen Hilfsgüter verteilen. Zu den von den islamistischen Al-Shabaab-Milizen kontrollierten Gebieten haben sie allerdings keinen Zugang. Al-Shabaab wirft dem Westen vor, aus politischen Gründen von einer Hungerkatastrophe zu sprechen. Das Welternährungsprogramm erwägt als letzten Ausweg, Hilfsgüter aus der Luft abzuwerfen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bereits über 750.000 Menschen aus Somalia geflohen. Etwa die Hälfte der somalischen Bevölkerung, 3,7 Millionen Menschen, ist von Lebensmittelknappheit und Hungersnot betroffen.