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Norwegen: Stoltenberg errichtet spezielle Ermittlungskommission

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Norwegen: Stoltenberg errichtet spezielle Ermittlungskommission

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Immer mehr Fotos der Opfer von Norwegen werden in der Presse veröffentlicht. Bild.de zeigt auf seiner Webseite mehr als die Hälfte der Getöteten. Darunter das jüngste Opfer das Attentäters, die erst 14 Jahre alte Sharidyn aus Neuseeland, die aber in Norwegen lebte.

Das Blumenmeer vor der Kathedrale in Oslo wird immer noch größer, aber langsam beginnt das Land nach vorne zu blicken. Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat den betroffenen Familien finanzielle Hilfe für die Beerdigungen versprochen. Er möchte aber auch, dass Norwegen von den Geschehnissen für die Zukunft lernt. Er hat deshalb eine spezielle Ermittlungs-Kommission eingerichtet.

“Es ist wichtig, dass wir sorgfältige Ermittlungen durchführen, um vom schlimmsten Anschlag in Norwegen seit dem zweiten Weltkrieg zu lernen. Wir haben beschlossen die “22.Juli – Kommission” einzurichten”, so Jens Stoltenberg.

Die Polizei hat unterdessen erste Details bekannt gegeben, wie sie den Attentäter auf der Insel Utoya überwältigen konnte.

Jacob Bjertnaes von der norwegischen Polizei: “Wir haben uns durch unwegiges Terrain vorgearbeitet, es war schwierig einen Überblick zu bekommen. Aber schließlich haben wir den Wald erreicht und plötzlich stand der Täter mit erhobenen Armen vor uns.”

Ein norwegischer Milliardär hat unterdessen angeboten, Utoya wieder herzurichten. Er möchte die Insel zum Treffpunkt für internationale Jugengruppen machen, die sich für die Demokratie einsetzen. Utoya soll wieder mit Freude und Optimismus in Verbindung gebracht werden.