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Treffen von EU Anti-Terrorexperten in Brüssel

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Treffen von EU Anti-Terrorexperten in Brüssel

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In den ersten Stunden nach dem Doppelanschlag in Norwegen vermutete fast niemand einen Einzeltäter oder einen rechtsextremistischen Hintergrund. Politikexperten monieren, dass sich die EU nach dem 11. September zu sehr auf die Jagd islamistischer Terrorgruppen konzentriert hat. Man hätte das Terrorpotential rechtsextremistischer Gruppen vernachlässigt.

Hochrangige EU-Beamte in Brüssel wiesen diesen Vorwurf zurück. Die polnische Ratspräsidentschaft hatte am heutigen Donnerstag Experten aus allen EU-Mitgliedsstaaten zu einem Krisentreffen in Brüssel zusammengerufen. Dort berieten sie mit ihren norwegischen Kollegen, wie man künftig im Anti-Terror Kampf noch besser zusammenarbeiten könne.

Die Experten überlegen, den Zugang zu Chemikalien, aus denen Bomben gebaut werden können, zu beschraenken. Die Koordination und Zusammenarbeit der verschiedenen Behoerden im Kampf gegen den Terrorismus soll weiter verstaerkt werden. Norwegische Behörden sollen künftig Zugang zu Daten der europäischen Polizeibehörde Europol bekommen. Ausserdem war die Rede von einem europaweiten Netzwerk von Psychologen und Fahndern, um künftige Einzeltäter möglichst früh aufzuspüren.

Bindenden Beschlüsse wurden nicht getroffen, aber das Thema ist spätestens beim nächsten EU-Innenministertreffen Ende September wieder auf der Agenda.