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Anschlagsopfer stark traumatisiert

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Anschlagsopfer stark traumatisiert

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Flashbacks, Schuldgefühle, Angstzustände – für die Überlebenden ist das Massaker von der vergangenen Woche noch lange nicht vorbei. Zwar haben sie den brutalen Anschlag auf der Insel Utöya überlebt, doch jetzt müssen sie sich sich mit den psychischen Folgen auseinandersetzen. Auch Adrian Pracon ist in der vergangenen Woche angeschossen worden. Er will so bald wie möglich auf die Insel zurückkehren. Er wolle sehen, wie es dort nun sei, sagt er; sich mit seiner Erinnerung an Utöya, diesen wunderbaren Ort, auseinandersetzen. Die Insel sei vielleicht der schönste Ort der Welt, dort hätten junge Leute diskutiert, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen, die Gesellschaft zu verändern. Er wolle nun sehen, wo er gewesen sei, und wo er versucht habe zu fliehen. Er wolle Frieden schließen mit der Insel und mit dem abschließen, was geschehen sei.

Auch die Helfer berichten, dass die Opfer des Anschlags auf der Insel extrem verwirrt gewesen seien. Einer der Sanitäter sagt, ein Kollege habe versucht einem der Jugendlichen zu helfen. Dieser sei daraufhin zurückgewichen und habe ihn gefragt, ob er ihn erschießen wolle. Das beschreibe wohl am besten, in welcher psychischen Verfassung die Jugendlichen sich befunden hätten. Die Polizei hat indes eigenen Angaben zufolge alle Opfer identifiziert.