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"Euer Schweigen tötet uns"

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"Euer Schweigen tötet uns"

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“Euer Schweigen tötet uns” – dieses Motto holte in Syrien Zehntausende Menschen auf die Straßen, unter anderem in Damaskus, Duma, Deraa und Latakia. Sie protestierten gegen die Unterdrückung der Opposition durch die Sicherheitskräfte und gegen die Passivität der Staatengemeinschaft.

Seit Mitte März gehen die Menschen in Syrien nach dem Freitagsgebet auf die Straße und fordern den Rücktritt der Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Oppositionelle und Aktivisten sind zunehmend enttäuscht, dass andere arabische Länder und ihre Dachorganisation, die Arabische Liga, nicht mehr Druck gegen Assad machen.

Wieder setzte die Bereitschaftspolizei an vielen Orten scharfe Munition und Tränengas ein.

In der Hafenstaat Latakia und in Deraa im Süden wurden mindestens je ein Demonstrant getötet, berichteten syrische Menschenrechtsaktivisten.

Seit Beginn der Proteste haben Oppositionelle 1500 tote Zivilisten, 12000 Verhaftete und tausende Emigranten gezählt.

Andererseits hat die Baas-Partei, seit knapp einem halben Jahrhundert unangefochten an der Macht, vor drei Monaten Reformen versprochen. So soll ein neues Gesetz auch andere Parteien erlauben. <su>