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Polnischer Smolensk-Bericht: Piloten und Fluglotsen machten Fehler

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Polnischer Smolensk-Bericht: Piloten und Fluglotsen machten Fehler

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Polen und Russland auf Wiederannäherungskurs: Vor einem Jahr stürzte die polnische Präsidentenmaschine im russischen Smolensk ab. 96 Menschen starben, darunter Polens Staatschef Lech Kaczynski. Und beide Länder schoben sich gegenseitig die Verantwortung für das Unglück zu. Die Stimmung seither: angespannt. Jetzt nahm Polen in einem neuen Bericht eine Teilschuld auf sich, nennt aber auch russische Fehler.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte: “Die Ergebnisse der Kommission werden keine Zustimmung bei Anhängern radikaler und politisch motivierte Verschwörungstheorien finden. Der Bericht schließt einerseits Mord aus, umfasst aber auch das, was die russische Untersuchung nicht behandelt.”

Wegen des Absturzes hat jetzt auch Polens Verteidigungsminister Bogdan Klich seinen Hut genommen. Er war zum Zeitpunkt des von der Luftwaffe durchgeführten Flugs im Amt. Diesen Schritt hatte die national-konservative Opposition um den Kaczynski-Zwilling Jaroslaw gefordert.

Die von Polens Innenminister Jerzy Miller angeführte Untersuchungs-Kommission macht in ihrem Bericht unter anderem die mangelnde Vorbereitung der polnischen Piloten für das Unglück verantwortlich, dazu fehlendes Training und mangelhafte Ruhezeiten. Andererseits habe am Flughafen in Smolensk zum Beispiel die Signalanlage nicht richtig funktioniert und die Anweisungen der Lotsen seien falsch gewesen.