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Das legendäre El Bulli schließt

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Das legendäre El Bulli schließt

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Eines der begehrtesten Restaurants der Welt schließt für immer seine Pforten. Das El Bulli in Spanien war legendär für seine Molekularküche, Stars gingen hier ein und aus.

Selbst in ruhigen Jahren hatten sich zwei Millionen Gourmets auf jährlich nur 8000 Plätze beworben.

Küchenchef Ferran Adria war ein wahrer Künstler. Nach 24 Jahren und 1200 Gerichten hängt er jetzt die Küchenschürze an den Nagel. Erstmal jedenfalls.

Ferran Adria, Koch:

“Momentan kreieren wir noch 140 Gerichte im Jahr. Aber ab 2014 werden es nur noch 25 oder 30 sein. Somit haben wir mehr Zeit für die Komposition.”

Obwohl das Restaurant immer ausgebucht war, kostete der Aufwand. 2008 fuhr das El Bulli 300.000 Euro Verlust ein. In Zukunft wird Adria entspannter nach dem Neuen suchen.

Nach einer Pause soll aus El Bulli ab 2014 eine Kreativakademie werden. Sie soll für Philosophen, Architekten, Köche und Kreative offen stehen.

Ferran Adria, Koch:

“Ich habe Kontakt zu vielen Disziplinen: Kunst, Design, Wissenschaft. Ich kommuniziere einfach. Ich verstehe auch die Kritik an der Führung. Das ist eine gute Sache. Wenn sie nicht deiner Meinung sind, dann verstehen sie dich nicht. Und wenn sie dich nicht verstehen, bist du an der Spitze. Am Tag, an dem dich jeder versteht, solltest du beunruhigt sein.”

Das „Restaurant in alter Form“ ist für Adria beendet, jetzt kommt die neue Herausforderung. Mit der verrückten El-Bulli-Idee verhält es sich wie mit einer Rakete, sagt der Küchenchef. “Entweder sie steigt – oder sie stürzt ab.”