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Hungersnot in Ostafrika: Hilfe wird ausgeweitet

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Hungersnot in Ostafrika: Hilfe wird ausgeweitet

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Auch die deutsche Hilfe für die Hungernden kommt immer mehr in Gang. Sie wird auch dringend benötigt. Denn nach UN-Angaben hungern Millionen. Tausende somalische Flüchtlinge überqueren deshalb die Grenze nach Kenia.

In Dadaab suchen zurzeit rund 400.00 Menschen Zuflucht vor der Hungersnot. Es ist das größte Füchtlingslager der Welt.

Doch wegen der bewaffneten Konflikte in der Region ist die Lage oft gefährlich.

HABIDYA IBRAHIM, Flüchtling aus Somalia:

“Letzte Nacht sind wir hier angekommen. Wir wurden angegriffen und alle unsere Sachen wurden uns weggenommen. Wir haben nichts mehr. Hoffentlich bekommen wir hier Hilfe.”

Von der kenianischen Hauptstadt Nairobi werden Lebensmittel und Medikamente mit Lastwagen in die Flüchtlingslager im Norden des Landes transportiert. Lokale Organisationen verteilen sie.

Die notdürftigen Krankenstationen werden vergrößert und Betten aufgestellt. Vor allem Kinder müssen versorgt werden.

Ärzte erwarten in den nächsten Monaten immer mehr Patienten. Sie befürchten den Ausbruch von Seuchen. Masern sind im und um das Camp bereits im Umlauf.

MOHAMED SHEIKH, Arzt:

“Wegen des neuen Menschen-Zustroms aus Somalia und den vielen Ungeimpften, haben wir Angst, dass Krankheiten wie Polio oder die Masern sich schnell verbreiten könnten.”

Das kenianische Militär patroliert stärker – vor allem an der nördlichen Grenze zu Somalia. Dort herrscht seit 20 Jahren Bürgerkrieg. Radikale Islamisten behindern die Hilsmaßnahmen, drohen sogar das Flüchtlingslager zu stürmen. Unterdessen werden immer mehr Stimmen laut, dass die Hungersnot mit einem UNO-Einsatz bekämpft werden sollte.