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Tod von Militärchef entzweit Libyens Rebellen

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Tod von Militärchef entzweit Libyens Rebellen

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Der libysche Rebellen-General Abd al-Fattah Junis ist offenbar von Islamisten aus den eigenen Reihen getötet worden. Das teilte die Führung der Aufständischen mit.

Zehntausende gaben Junis in Bengasi das letzte Geleit. Der 67-Jährige war eine wichtige Führungsfigur, er hielt die unterschiedlichen Milizen in ihrem Kampf gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi zusammen. Jetzt droht ein interner Machtkampf. “Muammar al-Gaddafi profitiert von diesem Ereignis. Es sorgt bei der militärischen Organisation der Rebellen für Chaos. Diese Verwirrung erschwert es ihnen Gebiete zu erobern und zu halten,” so ein politischer Experte.

Um Junis Ermordung ranken sich viele Gerüchte. Manche verdächtigen ihn ein doppeltes Spiel gespielt zu haben. Denn Junis war lange Jahre treuer Gefolgsmann von Gaddafi und arbeitete zuletzt als Innenminister für das Regime. Doch als Gaddafi sich anschickte die Proteste in Bengasi niederzuschlagen, schloss sich Junis den Freiheitskämpfern an.