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Todesflug Rio-Paris: Situation zu extrem - Warnton stoppte

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Todesflug Rio-Paris: Situation zu extrem - Warnton stoppte

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Mit dem Schlimmsten rechnen – das konnten im abgestürzten Air France-Airbus Rio-Paris AF 447 offenbar weder Mensch noch Maschine. Vor zwei Jahren fiel das Flugzeug ins Meer, alle 228 Menschen an Bord starben. So hatte sich wegen widersprüchlicher Tempo-Messungen vereister Sensoren der Autopilot abgeschaltet, so der jüngste Zwischenbericht der französischen Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA, aber….

“…keiner der Kopiloten hatte gelernt, wie man in großer Höhe von Hand durchstartet,” so Alain Bouillard, Leiter der Untersuchung.

Und der Pilot hatte Schlafpause. In den dreieinhalb kritischen Minuten ahnte keiner an Bord die tödliche Gefahr – Strömungsabriss.

Corinne Soulas, Angehörige:

“Nach dem, was man uns gesagt hat, war sich dessen keiner bewußt. Das spendet mir moralisch und geistig Trost. Es tut gut, das zu hören, wenn man zwei Menschen verloren hat, die einem viel wert waren.”

Nun fliegen Schuldzuweisungen zwischen Fluggesellschaft und Hersteller – beide Lager sollten aus dem Flug AF 447 lernen, legt die BEA nahe. So wurden die Piloten knapp eine Minute lang vor dem drohenden Durchsacken gewarnt. Dann verstummte das Signal. Der Bordrechner traute den eigenen Zahlen nicht.

Der Abschlußbericht soll in knapp einem Jahr fertig sein.