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EU-Vermittler soll Kosovo-Streit schlichten

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EU-Vermittler soll Kosovo-Streit schlichten

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Vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts zwischen Serbien und dem Kosovo wird an diesem Montag der EU Vermittler Robert Cooper in Belgrad erwartet. Er soll sehen, ob die unterbrochenen Verhandlungen zwischen Belgrad und dem Kosovo in Brüssel wieder aufgenommen werden können.

Die Fronten zwischen Serbien und dem Kosovo sind einmal mehr verhärtet. Am Sonntag hatte das serbische Parlament einen Beschluss gefasst, dass die vor drei Jahren einseitig vom Kosovo erklärte Selbständigkeit weiterhin nicht anerkannt werde.

Serbiens Präsident Boris Tadic sagte, wenn eine Anerkennung des Kosovo Voraussetzungen für einen EU-Beitritt seines Landes sei, würde er ablehnen. Einen erneuten Krieg um das Kosovo werde er aber nicht führen.

Beim aktuellen Streit geht es um die Kontrolle zweier Grenzposten, die die Kosovaren gewaltsam von den Serben eingenommen hatten. Angehörige der serbischen Minderheit im Kosovo protestierten dagegen. Sie wollen, dass hier serbische Beamte die Kontrolle haben. Die KFOR-Truppen hielten sich zurück. Aus humanitären Gründen, wie es hieß.

Aus dem Kosovo gibt es keine versöhnlichen Töne, der dortige Präsident Hashim Thaci sagte, man werde unter keinen Umständen über einen Weg zurück nachdenken. Das Kosovo habe ein neues Kapitel aufgeschlagen, das auf der vollen Geltung der Gesetze und der Durchsetzung der staatlichen Souveränität auf dem gesamten Staatsgebiet gründe.

Beide Seiten sitzen auf Druck

der EU seit März am Verhandlungstisch. Die jüngste Runde war auch an der Frage der Zollstempel geplatzt, die das Kosovo jetzt gegen den Willen Serbiens eingeführt hat.