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Brasilien: Rote Rosen gegen Gewalt

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Brasilien: Rote Rosen gegen Gewalt

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Am Strand von Copacabana bei Rio de Janeiro haben Hunderte Menschen gegen Polizeibrutalität und die Verschleppung von Ermittlungen protestiert, indem sie Tausende rote Rosen in den Sand steckten. Organisiert wurde die Kundgebung von der Friedensbewegung “Rio de Paz”, die seit Jahren gegen Gewalt in Brasilien kämpft. “Es gibt zu viel Gewalt und zu wenig Sicherheit”, beklagt “Rio de Paz”-Chef Antonio Carlos Costa. “Manche Maßnahmen der Regierung, um die Sicherheit zu erhöhen, waren gut, aber der Polizeiapparat wurde nicht reformiert. Wir müssen noch viel tun, sonst können wir die Olympischen Spiele nicht ausrichten.”

Immer wieder gerät die brasilianische Polizei in die Kritik. Laut “Rio de Paz” bleiben mehr als 90 Prozent aller Morde in Brasilien ungesühnt. Zudem würden immer wieder Menschen bei Razzien erschossen. Die Thematik ist umso brisanter, als in einigen Jahren die Fußball-WM und die Olympischen Spiele nach Brasilien kommen.