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Kosovo-Serben: Mit Straßensperren gegen verbaute Zukunft

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Kosovo-Serben: Mit Straßensperren gegen verbaute Zukunft

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Mit dem Segen der orthodoxen Geistlichkeit sperren sich serbisch-stämmige Kosovaren weiterhin gegen eine ungewisse Zukunft. Tritt Serbien wie geplant in die EU ein, lägen drei vornehmlich von Serben bewohnte Provinzen im Nord-Kosovo ausserhalb der EU-Aussengrenze.

NATO-geführte KFOR-Truppen haben drei ihrer Straßensperren in der Nähe der serbisch-kosovarischen Grenze entfernt, wo bei Zusammenstößen nach einem Zollstreit in der vergangenen Woche ein Polizist gestorben war.

Sie seien Serben, so die Blockierer. Und keine Macht der Welt könne sie jemals zu Albanern machen.

Vlajko Vlaskovic, eienr der Blockierer:

“Wir wollen der Welt zeigen, dass wir irgendwelche Ultimaten aus Pristina nicht akzeptieren. Wir sind mit unserem Mutterland Serbien verbunden. Das zeigen wir mit friedlichen Mitteln und Würde.”

Die Welt – das sind für Kosovaren die UNO – sie hat in dem Nachfolgestaat Jugoslawien seit dem Bürgerkrieg von 1999 formell das Sagen. Und die EU – ihre Rechtsstaatsmission EULEX überwacht die politische Entwicklung, 22 der 27 EU-Mitglieder haben den Staat Kosovo anerkannt.

Mindestens fünf Straßen sind noch unpassierbar, KFOR-Patrouillen wichen laut Augenzeugen zum Teil vor hunderten Besetzern zurück.