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Norwegen: Handelskette entfernt Killerspiele aus Regalen

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Norwegen: Handelskette entfernt Killerspiele aus Regalen

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Um neue Breiviks zu verhindern, hat die Einzelhandelskette Coop Norway das Computerspiel “Call of Duty 4: Modern Warfare” und 50 weitere aus den Regalen entfernt. Der mutmaßliche Massenmörder Anders Behring Breivik hatte das Spiel in seinem Internet-Manifest als “gutes Training” für Amokläufe bezeichnet.

Auch durch Blumen und Gedenkfeiern sucht Norwegen den Weg zurück in die Normalität.

“Ich sollte mich nicht so stark konzentrieren auf dieses Bild – wie mein Freund tot auf dem Boden liegt,” so die Überlebende Karolina Bank. “Ich muss an die schönen Erinnerungen denken, wie er mich anlächelt. Und an all die witzigen Spitznamen, die wir uns ausgedacht haben. Ich bin traurig, dass meine Freunde nicht mehr da sind. Dass ich das selbst erleben musste, tut mir nicht leid. Nur dass die anderen nicht mehr da sind, um das mit mir zu erleben.”

Aus Hass auf den Islam und auf die in Norwegen regierenden Sozialdemokraten hatte Breivik vor gut einer Woche in Oslo und auf der Insel Utya bei Terroranschlägen vermutlich 77 Menschen umgebracht.

Matilda Ingeland:

“Das wird hier ein besseres Land sein als zuvor. Das macht uns nur noch stärker.”

Überlebende und König Harald waren dabei, als der Parlamentspräsident Dag Terje Andersen im Parlament die Namen aller Opfer bei der Autobombe in Oslo und dem Massaker auf Utya vorlas.

Norwegen will am 21. August mit einer großen nationalen Trauerfeier der Toten gedenken.