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Somalischer Flüchtlingsstrom reißt nicht ab

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Somalischer Flüchtlingsstrom reißt nicht ab

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In den Hungersgebieten am Horn von Afrika wächst die Sorge vor ansteckenden Krankheiten. Mitarbeiter der Organisation “Médecins sans frontières” haben begonnen, die zahlreichen Neuankömmlinge in den keniaschen Flüchtlingslagern gegen Masern und Polio zu impfen.

Es gibt bereits mehrere Fälle von Masern, besonders junge Kinder aus Somalia sind betroffen. Alexandre Izart von “Médecins sans frontières” hat die Ziele hoch gesteckt. Er erklärt, “im Flüchtlingscamp Ifo sollen 2500 Kinder geimpft werden. Schätzungen zufolge werden im Lager Ifo 3 gegen Ende der Woche etwa 10.000 Flüchtlinge leben – ein Fünftel von ihnen wird unter fünf Jahre alt sein.

Eine Mammutaufgabe angesichts steigender Flüchtlingszahlen. Seit Ausbruch der Dürre Anfang Juli sind mehr als 8600 Menschen aus Somalia nach Kenia und 11 Millionen weitere nach Äthiopien geflohen. In zwei Provinzen in Südsomalia sprechen die Vereinten Nationen von einer Hungersnot.

Heftige Regenfälle verschärfen die Situation in der Hauptstadt Mogadischu: Dort verloren tausende Flüchtlinge ihre Behelfsunterkünfte.

Die Dürre am Horn von Afrika ist die schlimmste seit sechzig Jahren. Besonders hart trifft es Somalia: Schlechte Ernten und politische Unruhen seit zwei Jahrzehnten machen das Land besonders hilfsbedürftig. Insgesamt sind in Südostafrika elf Millionen Menschen von der Krise betroffen.