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Syrisches Vorgehen international verurteilt

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Syrisches Vorgehen international verurteilt

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Das brutale Vorgehen der syrischen Regierung in Hama ist international scharf verurteilt worden. EU-Außenbeauftragte Baroness Ashton zeigte sich “schockiert”, US-Präsident Obama forderte eine internationale Isolierung der Regierung Assad. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verlangte ein sofortiges Ende des Militäreinsatzes gegen Zivilisten. Deutschland beantragte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats.

Am Sonntag hatten Regierungstruppen nach wochenlanger Belagerung mit Panzern die Widerstandshochburg Hama eingenommen. Mindestens 100 Menschen wurden nach Angaben der Opposition getötet. Die Echtheit der von ihr ins Internet gestellten Videoaufnahmen kann nicht von unabhängiger Seite überprüft werden.

Die syrische Regierung machte “bewaffnete Banden” und Salafisten für die Unruhen verantwortlich. 1982 hatte Hafis-al-Assad, der Vater des amtierenden Präsidenten, in Hama einen Aufstand der Moslembruderschaft blutig niedergeschlagen. Auch aus anderen Städten wurden blutige Militäreinsätze gemeldet.