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Hungerkatastrophe in Afrika: Ramadan erschwert Versorgung

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Hungerkatastrophe in Afrika: Ramadan erschwert Versorgung

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Die Situation der Flüchtlinge in den Hungergebieten Ostafrikas wird immer verzweifelter. Täglich erreichen Tausende Menschen die Lager in Äthiopien und Kenia – aber ihre Versorgung wird schwieriger, denn im Fastenmonat Ramadan kommen Transporte nur langsam voran. Nach UN-Schätzungen sind mehr als 12 Millionen Menschen betroffen, allein in diesem Lager in Kenia werden jeden Tag 2000 Neuankömmlinge registriert. “Die Menschen sind zu Fuß vom Somalia hierher gekommen”, sagt UN-Mitarbeiter Mohammed Yusuf Hassan, “sie waren 20 oder 30 Tage unterwegs, sie brauchen dringend Nahrung und Wasser und suchen hier in diesem Lager Hilfe und viele müssen noch auf die Aufnahmeformalitäten warten…”

Der Chef der Afrikanischen Entwicklungsbank sieht die Hungerkatastrophe auch als Folge des andauernden Bürgerkriegs in Somalia – und er gibt der Internationalen Gemeinschaft eine Mitschuld: Diese habe “kollektiv versagt”, meinte er, als es darum ging, die chaotischen Zustände im Land zu beenden.