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OECD ermahnt Athen, Reformen konsequent umzusetzen

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OECD ermahnt Athen, Reformen konsequent umzusetzen

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Der Rettungsschirm der Europäischen Union für Griechenland wird die Schuldenlast Athens nur geringfügig mindern. Zu diesem Schluss kommt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – OECD – in ihrer jüngsten Länderstudie. Über die von der griechischen Regierung eingeleiteten Reformen äußerte sich die OECD anerkennend. Zugleich aber wird Athen ermahnt, diese konsequent umzusetzen. “Nachdem die Schuldenhürde überwunden ist, kommt eine viel schwierigere Frage: Sie betrifft mittel- und langfristig ein nachhaltiges Wachstum”, so Angel Gurria, Generalsekretär der OECD. “Es bedarf struktureller Veränderungen in der griechischen Wirtschaft und in der Verwaltung. Wir haben keine Schuldenkrise in der EU oder in Europa. Es gibt drei Länder, die ein kurzfristiges Schuldenproblem haben und die von der EU sowie vom Internationalen Währungsfonds unterstützt werden.” Die OECD fordert Griechenland in dem Bericht auf, die Steuerflucht zu begrenzen. Die Verschwendung öffentlicher Ressourcen sollte eingestellt und der öffentliche Dienst verbessert werden. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Privatisierungsprogramm Athens: Dieses sei zögerlich, heißt es in dem Bericht.