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Berlusconi will Strategie gegen die Krise vorstellen

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Berlusconi will Strategie gegen die Krise vorstellen

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Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi will sich heute erstmals zur Schulden- und Wachstumskrise in seinem Land. Auf Druck der Opposition will er in beiden Kammern des Parlaments Strategien gegen die Krise vorstellen. Auf den Finanzmärkten und an der Mailänder Börse sorgen die hohe Verschuldung Italiens und das lahmende Wirtschaftswachstum für Spekulationen.

Italiens Finanzminister Guilio Tremonti wird sich heute in Brüssel mit dem Vorsitzenden der Eurogruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker über die italienische Krise unterhalten. Gestern hatte Tremonti sich mit dem Ausschuss für Finanzstabilität zur Krisensitzung getroffen.

Währenddessen schwächelte die Börse in Mailand erneut, der Renditeabstand zwischen den italienischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen erreichte zwischenzeitlich einen neuen Negativrekord.

P&G-Finanz-Analyst Luca Peviania meinte: “Triebfeder der Krise ist der Schuldenmarkt und der sich vergrößernde Abstand führte zu Verkäufen auf dem italienischen Bankensektor, was wiederum zu Verlusten auf dem Aktienmarkt führte.”

Mitte Juli brachte Italien noch ein 48-Milliarden-Euro Sparpaket auf den Weg. Bis 2014 sollte ein ausgeglichener Haushalt her. Dass das aber gelingt, daran haben viele Finanzmarktakteure ihre Zweifel. Italien hat nach Griechenland den zweithöchsten Schuldenstand der Eurozone – 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.