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Die Eurokrise reckt ihr Haupt höher

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Die Eurokrise reckt ihr Haupt höher

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An den Finanzmärkten geht die Sorge vor einer verschärften Euro-Krise um, treibt die Börsenkurse nach unten, und auch die Bemühungen der EU um eine Lösung helfen bislang kaum. Kommissionpräsident Jose Manuel Barroso appellierte an die Euroländer, die im Juli beschlossenen Maßnahmen gegen die Schuldenkrise rasch umzusetzen. Er zeigte sich besorgt über die Lage auf den Anleihemärkten. Dort stoßen Investoren vor allem Anleihen von Italien und Spanien ab.

Die Renditen der italienischen und spanischen zehnjährigen Staatsanleihen liegen inzwischen bei mehr als sechs Prozent – fast vier Prozentpunkte über dem Satz für deutsche Papiere.

Die Politik sucht gegenzusteuern. Aus Spanien und von der EU wurden Rufe laut, die Rettungsschritte umzusetzen. Spanien will an diesem Donnerstag drei- und vierjährige Anleihen ausgeben und drei Milliarden Euro am Markt holen.

In Brüssel trafen sich derweil Italiens Finanzminister Giorgio Tremonti in der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker zum Krisengespräch. Detaillierte Einzelheiten rückten die beiden danach nicht raus. Es ging laut Beobachtern wohl um die Zinsen der italienischen Anleihen.