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Düstere Aussichten für Spanien und Italien

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Düstere Aussichten für Spanien und Italien

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Spanien steht an den Anleihemärkten weiterhin unter Druck. Zwar gingen die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen am Donnerstag wieder etwas zurück, nachdem sie in den Tagen zuvor auf Rekordniveau geklettert waren, aber eine Auktion verlief eher enttäuschend: Die Nachfrage war nicht so stark wie erhofft und der Zinsaufschlag für zehnjährige Papiere lag immer noch bei 6,06 Prozent. Zwar konnte Spanien 3,3 Milliarden Euro an frischem Geld einsammeln, aber die Unsicherheit an den Märkten bleibt bestehen. “Wir sehen große Unbeständigkeiten, das ist sicher”, meint Javier Ferrer vom spanischen Finanzdienstleistungsunternehmen Ahorro Corporacion. “Und ich würde auch sagen, dass diese Unbeständigkeiten bleiben werden, denn überall dominieren Zweifel und Verunsicherung. Die Lage der US-Wirtschaft ist auch nicht hilfreich, sie sorgt tatsächlich für noch mehr Instabilität.”

Noch schlimmer sieht es für Italien aus. Laut Experten kann das Land eine Staatspleite nur mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum vermeiden – aber im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft um nur 0,1 Prozent. Regierungschef Silvio Berlusconi warb bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern für einen Wachstumspakt. Wenigstens nahm der Druck auf zehnjährige italienische Anleihen etwas ab, die Rendite sank unter sechs Prozent.