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EU will Anleger an den Börsen beruhigen

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EU will Anleger an den Börsen beruhigen

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Die Krisenbeschlüsse der Euroländer vor gut zwei Wochen haben an den Börsen kaum etwas bewirkt: Die Anleger sind nicht davon überzeugt, dass sich mit den neuen Maßnahmen die Schuldenkrise auf Dauer lösen lässt.

Eher im Gegenteil: Auch die großen Länder Italien und Spanien gelten weiter als Wackelkandidaten. Ihre Staatsanleihen werden mit immer höheren Risikoaufschlägen gehandelt.

Die Börsen haben europaweit einen verlustreichen Tag hinter sich, nach einer ganzen Serie solcher Tage. EU-Währungskommissar Olli Rehn versucht nun, die Märkte zu beruhigen.

Die Beschlüsse seien wegen der nötigen Gesetzgebung nicht von heute auf morgen umzusetzen, sagt Rehn; das müssten die Anleger verstehen. Man arbeite daran aber Tag und Nacht: Die technischen Belange und die politischen Abläufe würden Anfang September abgeschlossen sein.

Rehn verteidigt die Beschlüsse vom Eurogipfel im Juli: Allerdings seien sie schlecht dargestellt worden. Man sei jedoch bereit, im Kampf gegen die Schuldenkrise alle Werkzeuge weiter anzupassen – also auch den Euro-Krisenfonds EFSF, dessen mögliche weitere Ausdehnung umstritten ist.