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Europas Börsen beenden schwarze Handelswoche

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Europas Börsen beenden schwarze Handelswoche

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Die Euro-Schuldenkrise und das mögliche Abrutschen der USA in die Rezession: diese zwei Faktoren haben am Freitag für ein heftiges Auf und Ab an den europäischen Börsen gesorgt. Der Dax in Frankfurt drehte nach positiven Arbeitsmarktdaten aus den USA nur kurzzeitig ins Plus, dann rutschte er wieder ab und schloss mit minus 2,8 Prozent. Auch der SMI in Zürich zeigte sich höchst unberechenbar, er beendete den Tag mit minus 2,1 Prozent. Damit ging eine schwarze Woche für die europäischen Handelsplätze zu Ende, in deren Verlauf Werte in Billionenhöhe vernichtet wurden. “Dieser Absturz hat seinen Ursprung in einem Umdenken der Anleger”, meint Francois Chaulet vom französischen Brokerhaus Montsegur. “Zuvor hatten sie auf eine starke Wirtschaftserholung gesetzt, aber mittlerweile zeigen die wichtigsten Indikatoren, dass die Wachstumsraten langsam aber sicher zurückgehen.”

Börsenpanik auch in Asien: Ob in Tokio oder Hongkong, überall verloren die Indices massiv an Boden – so brach etwa der Nikkei-Index um 3,7 Prozent ein. Dahinter steht die Sorge, dass die Schuldenkrise das globale Wachstum zum Erliegen bringen könnte. Und tatsächlich geben die Zahlen wenig Anlass zum Optimismus. Die Schuldenstände in mehreren Staaten erreichen bedenkliche Werte, etwa in Frankreich mit 97 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Deutschland liegt dieser Wert bei 87 Prozent, aber hier brummt wenigstens die Wirtschaft – wenn auch Experten bereits ein baldiges Ende des Booms vorhersagen. Schlimmer sieht es jedoch etwa im krisengeschüttelten Spanien aus, wo die Wirtschaft im ersten Quartal um nur 0,2 Prozent zulegen konnte. Europa könnten sehr düstere Zeiten bevorstehen.