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Panik am Aktienmarkt

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Panik am Aktienmarkt

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Es war ein schwarzer Donnerstag an den Börsen: Die Wall Street verzeichnete massive Verluste und auch der Dax in Frankfurt ging auf Talfahrt. Die schwächelnde amerikanische Wirtschaft und die europäische Schuldenkrise verderben den Anlegern die Stimmung. Analysten sprechen bereits von einem Stillstand der Weltwirtschaft.

Sam Stovall von Standard & Poor’s erklärte:

“Europa hatte sicherlich einen Einfluss. Die meisten Anleger glauben, dass Europa die griechische Zahlungsunfähigkeit schultern kann, und die Schuldenprobleme von Irland und Portugal. Doch Europa wird sich sehr viel schwieriger damit tun die Schulden von Spanien und Italien zu tilgen. Es sieht so aus, als ob diese beiden Länder bald Hilfe benötigen.”

Die Zuspitzung der Schuldenkrise zwang auch die Europäische Zentralbank zum Handeln: Die Währungshüter beschlossen doch wieder Staatsanleihen von Euro-Krisenstaaten zu kaufen.

Die Börsianer haben offenbar das Vertrauen in das Krisenmanagment der Politiker verloren.

Robert Halver, der Kapitalmarktexperte der Baaderbank, nimmt kein Blatt vor den Mund: “Wir haben in der Eurozone mit zwei Problemen zu kämpfen. Erstens sind unsere Politiker keine Anführer, das verwirrt die Finanzmärkte, das ist das Hauptproblem. Und dann haben wir immer noch keinen Plan für Spanien, Griechenland, Portugal und Irland. Die fehlende Zukunftsperspektive führt zu Problemen, denn für den europäischen Devisenmarkt ist das ein Zeichen der Schwäche.”

Beobachtern zufolge sind jetzt die Politiker am Zug, nur sie könnten mit starken Signalen die Börsen wieder beruhigen.

In diesen unsicheren Zeiten flüchten die Anleger in so genannte sichere Häfen wie Gold oder den Schweizer Franken.