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Europas Börsen blicken auf Katastrophenwoche zurück

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Europas Börsen blicken auf Katastrophenwoche zurück

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Europas Börsen haben erneut eine Katastrophenwoche hinter sich. Ein verlustreicher Tag folgte dem anderen: So verlor der Frankfurter Aktienindex DAX die Woche über fast dreizehn Prozent; elf Prozent waren es für den SMI in Zürich.

Dabei hatten sich die Euroländer vor gut zwei Wochen auf weitere Maßnahmen gegen die Schuldenkrise geeinigt. Ausgerechnet EU-Kommissionschef José Manuel Barroso bringt aber schon wieder neue Maßnahmen ins Spiel. Die Anleger an den Finanzmärkten macht das Hin und Her nervös.

Barrosos Vorstoß sorgt deshalb nun auch für viel Kritik: Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok rügte: “Brüssel, muss man sagen, hat in dieser Woche nicht geschickt reagiert, weil es die Nerven verloren hat.” Es gebe “zu viele Politiker, die in dieser Frage den Mund nicht halten können”.

Auch der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker, fand deutliche Worte, ohne Barroso direkt zu erwähnen.

Nach Junckers Ansicht sollten die Euro-Staaten nicht über mehr Geld für den Krisenfonds EFSF streiten. Stattdessen sollten sie dafür sorgen, dass “bis Anfang September, spätestens Mitte September” die Beschlüsse des Gipfeltreffens in Kraft treten können.

“Die Politik muss der Irrationalität der Finanzmärkte aktive Ruhe entgegensetzen”, sagte Juncker. Er halte nichts von “unüberlegten, zu divergierenden Interpretationen Anlass gebenden öffentliche Äußerungen”.