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Hiroshima-Gedenken - diesmal unter anderen Vorzeichen

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Hiroshima-Gedenken - diesmal unter anderen Vorzeichen

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Japan gedenkt zum 66. Jahrestag der Opfer der Atombombe von Hiroshima. Diesmal unter dem Eindruck der jüngsten Atomkatastrophe von Fukushima. Erstmals wurde bei der Gedenkveranstaltung auch offiziell die zivile Nutzung der Kernenergie in Frage gestellt.

Ministerpräsident Naoto Kan kündigte an, Japans Abhängigkeit vom Atomstrom zu überdenken. Man werde den herkömmlichen Glauben, dass Atomenergie sicher sei, in Frage stellen. Die Ursachen der Havarie würden sorgfältig untersucht. Man werde grundsätzliche Maßnahmen ergreifen, um den Grad der Abhängigkeit zu senken und eine Gesellschaft zu schaffen, die sich nicht auf Kernenergie verlässt.

Am Morgen des 6. August 1945 hatte der US-Bomber “Enola Gay” die Atombombe über Hiroshima abgeworfen, drei Tage später folgte die Atombombe auf Nagasaki. Japan kapitulierte kurz darauf. Allein bis zum Ende des Jahres ’45 starben in Hiroshima schätzungsweise 140.000 Menschen an den Folgen der Bombe.