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Rüffel aus China für US-"Schuldensucht" - Tage für Dollar als Leitwährung gezählt?

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Rüffel aus China für US-"Schuldensucht" - Tage für Dollar als Leitwährung gezählt?

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Aus China hagelte es nach der Herabstufung der US-Bonität harsche Kritik an der “Schuldensucht“ der Amerikaner, wie es hieß: Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, das amtliche Sprachrohr, stellte gar den Dollar als Leitwährung in Frage.  
 
Als größter Kreditgeber habe China nun jedes Recht, von den USA eine strukturelle Lösung für ihre Schuldenprobleme zu verlangen und Schutz für die chinesischen Dollarguthaben, schrieb Xinhua.
 
Eine internationale Aufsicht zu Dollar-Fragen müsse eingeführt werden, und auch eine neue, stabile Weltreservewährung sei eine Option, so die Nachrichtenagentur weiter.
 
Der Preis der US-Staatsanleihen werde nun fallen, prognostiziert der Analyst Francis Lun von Lyncean Holding. Und schon beim Preisverfall um ein Prozent werde China einen Verlust von elf Milliarden Dollar hinnehmen müssen.
 
Die Volksrepublik hält schätzungsweise zwei Drittel ihrer Währungsreserven in Dollar. Noch fragen die Anleger mangels Alternative US-Anleihen fleißig nach. Doch am Image des Dollars als Leitwährung wird gekratzt. Chinas Yuan könne ihn aber auch nicht ersetzen - da sind die Ökonomen einig.