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Straßenprotest und internationale Kritik nach Inhaftierung Timoschenkos

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Straßenprotest und internationale Kritik nach Inhaftierung Timoschenkos

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Hunderte Anhänger von Julia Timoschenko haben aus Protest gegen die Inhaftierung der ukrainischen Oppositionsführerin die Nacht vor dem Gerichtsgebäude in Kiew verbracht. Sie wollen bis zur Fortsetzung des Prozesses am Montag weiter demonstrieren. Dazu hat auch Timoschenkos Partei aufgerufen:

“Wir fordern die Menschen nicht nur aus Kiew, sondern aus der ganzen Ukraine dazu auf, hierher zu kommen, denn das ist notwendig, um die Demokratie zu schützen”, erklärt Timoschenkos Parteikollege, der Abgeordnete Wolodimir Kuwalow. “Wenn die Behörden heute legale Forderungen der Opposition ignorieren, werden sie morgen jedweden Politiker unter Vorwänden festnehmen.”

“Es ist nicht Julia, die ins Gefängnis gesteckt wurde, sondern es ist unsere Freiheit und Demokratie – das einzige, was uns noch bleibt”, klagt eine Ukrainerin.

Timoschenko und ihre Anhänger sehen den Prozess als politisch motiviert, die Ex-Regierungschefin beschimpfte den Richter als Marionette des Präsidenten, ihres Gegenspielers Viktor Janukowitsch.

Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und Erweiterungskommissar Stefan Füle kritisierten die Inhaftierung Timoschenkos.