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Gespannte Ruhe nach Krawallen von Tottenham

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Gespannte Ruhe nach Krawallen von Tottenham

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Immer noch herrscht gespannte Ruhe im Londoner Stadtteil Tottenham, nach den Krawallen der letzten Nacht. Nach einer friedlichen Kundgebung hatten Randalierer Häuser und Autos in Brand gesteckt und Geschäfte geplündert.

Es gab etliche Verletzte, vor allem Polizisten. Etwa vierzig Menschen wurden festgenommen. Das Ausmaß der Gewalt hat viele erschüttert.

Die große Mehrheit hier lehne die Ereignisse der letzten Nacht ab, sagt David Lammy: Er ist der Parlamentsabgeordnete für Tottenham.

Der Gegend sei es vorher schon schlecht gegangen; jetzt sei ihr das Herz herausgerissen worden. Die Post, Zeitungshändler, Gebäude der Stadtteilverwaltung, alles sei zu Trümmern zerschlagen worden. Viele der Täter stammten aber gar nicht aus Tottenham, meint Lammy, sondern seien von weither gekommen, nur auf Gewalt aus.

Bei der Kundgebung ging es um den Tod eines Mannes, der am Donnerstag von Polizisten erschossen worden war. Auch auf einen Polizisten wurde bei dem Vorfall geschossen.

Der genaue Hergang ist aber unklar – besonders, ob der 29-jährige Marc Duggan zuerst geschossen hatte. Die Polizei hatte offenbar ein Taxi mit ihm angehalten, um ihn festzunehmen.

Eine interne Untersuchung soll den Fall aufklären. Die Familie des Getöteten ist aber mit den bisherigen Informationen und mit der Unterstützung durch die Polizei unzufrieden.