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Ukraine: Timoschenko-Kundgebungen verboten

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Ukraine: Timoschenko-Kundgebungen verboten

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Der Prozess gegen Julia Timoschenko soll morgen wieder weitergehen: Schon jetzt werden vor dem Gericht in Kiew Barrikaden aufgestellt, um Aktionen ihrer Anhänger zu verhindern. Proteste vor dem Gebäude sind verboten worden. Polizisten sind auch zu den Zelten vorgerückt, die die Opposition im Stadtzentrum errichtet hat. Unternommen haben sie bisher nichts.

Das Gericht habe alle Kundgebungen auf offener Straße untersagt, für ihn selbst und für andere Abgeordnete, sagt Wiktor Ukolow, ein Parlamentarier aus der Timoschenko-Partei. Deshalb hätten sie dieses Lager zum Behelfsbüro erklärt; so lasse sich das Verbot umgehen.

Timoschenko wird in dem Prozess Amtsmissbrauch vorgeworfen. In ihre Zeit als Regierungschefin soll ein Erdgasgeschäft mit Russland fallen, bei dem der Ukraine ein hoher Schaden entstand. Timoschenko bestreitet den Vorwurf und sieht hinter dem Prozess politische Gründe. Am Freitag wurde die jetzige Oppositionspolikerin im Gerichtssaal in Haft genommen, weil sie den Prozess wiederholt gestört hatte.